Sonntag, 8. Februar 2009

Das Verhalten von spanischen Großstädtern zur Partyzeit

Das heutige Thema unserer Exkursion in den spanischen Süden ist das Verhalten der spanischen Großstädter, im Alter von 20-40, wenn sie in den abendlichen Stunden sich zu Gruppen zusammen finden und gemeinsam in diversen Etablissements feiern gehen. Dazu ein live Bericht unserer Außenkorrespondentin Mirja B., dich sich zurzeit in Málaga befindet.

Um das Verhalten von Spaniern beim Feiern zu analysieren habe ich mich selbst den gefährlichen Bedingungen ausgesetzt und mich unter die Spanier gemischt. Um dazu nicht aufzufallen, ist es sehr wichtig schon vorher alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Am besten funktioniert dieses in einer Gruppe mit Gleichgesinnten beginnend in den frühen Abendstunden ca. 9 Uhr. Dies hat einfach den Grund, dass alkoholische Getränke aus dem Supermarkt wesentlich preiswerter zu erstehen sind, als später in den Bars und Diskos.

Man sollte immer bedenken, dass die Spanier einen anderen Tagesrhythmus haben. Die richtige Zeit um sich mit der Gruppe gemeinsam auf den Weg in eine Disko oder ähnliches zu machen ist erst nach 12 Uhr. In anderen europäischen Ländern ist es üblich schon um 12 Uhr in der bestimmten Lokalisation aufzutauchen. In Spanien würde man dort zu dieser Zeit nur gähnende Leere antreffen.

Die korrekte Bekleidung ist sehr wichtig, um durch die strengen Kontrollen vor dem auserwählten Lokal zu kommen. Man legt Wert auf ein gepflegtes und leicht elegantes Outfit. Sportschuhe und Jeans mit Löchern sind eher weniger erwünscht. Ein Eintrittsgeld wird meistens nicht erhoben.

Ist man dann in den Club reingekommen wird einem sofort auffallen, dass die Gesamtfläche sehr gering ist. Dazu kommt noch, dass das Gesamtvolumen der Anwesenden die kleine Fläche komplett einnimmt. Um sich durch das Etablissement zu befördern ist es wichtig sich relativ unerschrocken durch die Menge zu kämpfen. Hat man sich dann bis zur Bar durch gequält, kann man sich weitere alkoholische Getränke bestellen. Besonders beliebt sind natürlich 43 auf Milch oder jeglicher harter Alkohol als Longdrink (cubata genannt). Aufgepasst aber bei den Preisen. Das fehlende Eintrittsgeld wird durch den Verkauf der Getränke wieder reingeholt. Für einen „cubata“ mit Vodka kann man schon gut 6 Euro bezahlen.

Sollte man sich also zu entschlossen haben etwas zu Trinken zu bestellen, sucht man sich danach einen Platz in der Lokalisation wo man zusammen feiern kann. Es ist aber egal wo man steht, dauernd wird man dazu aufgefordert jemand hindurch zu lassen oder etwas Platz zu schaffen. Denn der Spanier kennt viele Leute die meistens am anderen Ende des Raumes stehen. Außerdem herrscht in den Clubs ein reges Kommen und Gehen. Tanzen ist daher nur auf einer kleinen Fläche möglich und sollte möglichst ohne große Arm- und Beinbewegung ausgeführt werden.

Die Musik in den Etablissements ist recht abwechslungsreich. Generell werden immer 3-4 Lieder einer Musikrichtung abgespielt und dann kommt die nächste dran. Man sollte sich also nicht wundern wie spanischer Rock zu House/Techno oder gar Popmusik passt.

Wird es einem irgendwann zu voll in dem ersten Etablissement, wird die Überlegung angestellt sich ein neues zu suchen. Dieses Clubhopping ist durchaus normal und angebracht in Spanien. Je später die Stunde allerdings, desto eher hat man Wartezeiten vor den Clubs. Das nette und freundliche Türpersonal sorgt nämlich für genügend Gäste im Lokal, aber achtet darauf, dass er Club nicht aus allen Nähten platzt.

Ist man dann irgendwann zur fortgeschrittener Stunde müde genug, um sich auf den Heimweg zu begeben, sollte man bedenken, dass es keine Möglichkeit gibt auf dem Nachhause weg einen Snack zu sich zu nehmen. Die diversen Fastfoodketten haben nämlich nur bis um 1:00 Uhr auf. Man kann ruhig die ganze Stadt absuchen, um etwas zu essen zu finden, wird dabei aber kein Glück haben. Deswegen sollte man sich vorher für diesen Fall zu Hause etwas zum snacken bereit stellen oder hungrig zu Bett gehen.

In diesem Sinne:

Hasta luego

Samstag, 7. Februar 2009

una vista impresionante

Málaga hat einiges zu bieten. In dieser Stadt kann einem wirklich einiges begegenen. Man läuft z.b. eine Straße lang, die noch ganz in Ordnung aussieht und biegt dann um die Ecke... schon kommt man sich wie in einem dritte Weltland vor. Aber das geht natürlich auch Umgekehrt. Es gibt hier sehr viele schöne Ecken und die befinden sich nicht all bloß am Strand!

Für einen genialen Stadtblick muss man nur ein bisschen Treppen steigen. In etwa 116 m Höhe kann man über ganz Malaga schauen und das blaue Meer genießen. Der Ausblick ist einfach atemberaubend schön. Und man sieht erstmal wie riesig Malaga eigentlich ist. Wenn man sich im Zentrum befindet, bekommt man das gar nicht so mit. Alles ist einfach und zu Fuß zu erreichen. Vorallem die ganzen Sehenswürdigkeiten und so.
Wenn man dann über die Stadt schaut... ist schon cool. Vorallem sieht man eine typische Spanische Stadt... mit hellen oder bunten Häusern... alles irgendwie kleiner und gemütlicher als in Deutschland. Es wirkt einfach um einiges freundlicher. Aber das kann auch einfach nur an der Sonne gelegen haben.

Ansonsten habe ich gemerkt, dass ich mich hier sehr wohlfühlen kann. Aber das ist in einer Konsumwelt ja auch nicht schwer. Man kann sich ja im Prinzip alles kaufen was man so braucht, um glücklich zu sein. Wenn man Glück überhaupt mich matriellen Dingen bekommen kann. Na ja... so viel zu meinem philosophischen Talenten. :D

Nach der Regenphase letzte Woche... mit den tollen Tornados, von denen wahrscheinlich jeder mehr mitbekommen hat wie ich... scheint jetzt das bessere Wetter wieder anzubrechen. Es wird tagsüber richtig schön. Es reicht noch nicht, um an den Strand zu gehen. Aber das kommt ja noch. Im Moment bin ich ja nur froh wenn die Sonne scheint.

In meiner neuen WG habe ich mich auch sehr gut eingelebt. Ich kann froh sein, so tolle Mitbewohner abbekommen zu haben. Alles sehr ruhige Zeitgenossen, die Wert auf Ordnung und Sauberkeit in Küche und Bad legen. Mehr braucht Frau ja auch nicht :D

Gestern habe ich dann auch zum ersten Mal das spanische Kino genossen. Die Kinopreise sind hier echt annehmbar. Da kann man ruhig ein paar Mal sich das Vergnügen eines Filmes gönnen. Hier gibt es natürlich auch so riesen Kinos... also Kinos mit bis zu 10 Säälen. In dem, wo wir gestern waren, war es dann aber eine große Überraschung, dass der Saal an sich total klein war! Voll lustig. Und Werbung und Vorschau gibt es hier auch nicht wirklich. Da beginnt der Film wirklich dann, wenn er ausgeschrieben ist.
Wir waren übrigens in Guerra de Novias (Bride Wars auf englisch)! Und ich hab sogar was verstanden.

Joa heute Abend wird erstma Málaga unsicher gemacht...

Hasta luego!


Mittwoch, 4. Februar 2009

Neue Wohnung

So ich habs geschafft... aus dem Ghetto in die Innenstadt. Voll cool!!

Meine neue Wohnung ist wieder eine WG. Diesmal mit zwei aus den Staaten (ein Kalifornier, der Deutsch versteht und eine aus Idaho) und einer Irin. Viel Englisch hier :D Aber das ist echt schön, mal wieder richtig Englisch sprechen zu können!! Die sind so auch total cool drauf und bis jetzt völlig unkompliziert. Ich hoffe das bleibt so.

Das neue Zimmer ist jetzt auch dekoriert und eingerichtet. Ich find es ziemlich gemütlich. Wer es sich mal angucken will:
http://www.facebook.com/album.php?aid=2014349&l=9a425&id=1373664470
Ansonsten läuft alles immer noch ganz gut. Wenig Hausaufgaben und viel Freizeit. Bald müssen wir uns aber an unsere Projektarbeiten setzten. Naja, man kann ja nicht nur Urlaub haben. :D

Wie man sieht, funktioniert hier auch mein Internet. Mehr braucht Frau auch im Moment nicht zum Leben. Oh vielleicht saubere Wäsche... ich muss mich heute mal mit der Waschmaschine auseinander setzten... leider versteht die nur Spanish :D Aber der Mensch wächst ja an seinen Herausforderungen. Ich hoffe nur ich hab danach noch Sachen die mir passen :D

Hasta luego!


Samstag, 31. Januar 2009

La vida espanola

Die erste Woche in Spanien ist nun um. Ich fühle mich allerdings schon so, als wäre ich Ewig hier. Keine Ahnung wieso. Die Zeit vergeht hier irgendwie ganz anders, als wie in Deutschland. Man macht irgendwie voll wenig, aber trotzdem ist ganz schnell ein Tag rum.

Drei Stunden Uni pro Tag sind jetzt auch nicht so viel. Im Moment haben wir halt nur Spanisch. Das ist etwas anstrengend... immer nur Grammatik etc. Aber anders lernt mans ja auch nicht. Leider!

Joa gestern habe ich mir dann das erstemal Tapas genehmigt. Im Prinzip ist das ja nur eine Vorspeiße... aber die Spanier kochen halt sehr deftig finde ich. Es wird halt alles fritiert oder mit genügend Fett und Salz gebraten. Muss man jetzt nicht jeden Abend haben. Aber so ist das mal ganz lecker, vorallem das gebratene Gemüse. Ich kanns nur empfehlen.

Ich musste auch die Nacht nicht in meinem Ghetto verbringen, sondern konnte bei Freunden übernachten. Ich hätte es auch nicht gewollt... als ich gestern vor die Tür gegangen bin, wars schon wieder sehr kritisch.
Ich freue mich schon auf meinen Umzug!

Um es mir auch gleich gemütlich machen zu können, waren wir auch gestern spontan bei IKEA. Jap, das gibbet hier auch! Die gleichen Möbel und die gleichen Preise... es gibt halt Dinge, die sind überall gleich. Und auf IKEA, McDonalds und BurgerKing kann man sich zum Glück verlassen. Es ist sowieso sehr interessant zu sehen, was die Globalisierung wirklich bedeutet. Man kann nämlich durchaus richtiges Brot im Lidl kaufen... oder andere deutsche Produkte.

Heute war dann shoppen angesagt. Das Lieblingswort der Spanier im Moment ist nämlich REBAJAS. (Rabatte) Es ist Winterschlussverkauf und die gehen hier teilweise 70% mit dem Preis runter. Man kann also durchaus T-Shirts für 3 Euro kaufen... Und dann gibt es hier auch noch so viele Möglichkeiten zum Shoppen.
Malaga hat eine Einkaufsstraße und mehrere Einkaufszentren. Das ist voll cool. Und die Stores sind wirklich echt abwechlungsreich. Am größen sind natürlich die von ZARA... da gibts auch mehr Auswahl wie in Deutschland. Aber kommt ja auch aus Spanien.

Ja und jetzt tun mir meine Füße weh vom vielen Laufen!

Hasta luego!

Mittwoch, 28. Januar 2009

Die ersten Tage Uni

Hola al todo!

Für mich hat hier jetzt die Uni angefangen. Also so richtig noch nicht... wir haben am Anfang ja einen Intensivkurs Spanisch. Naja...

Gestern haben wir mit dem ganzen Kurs und die wichtigen Sehenswürdigkeiten angesehen. Die Alcanzaba, die Festung von Malaga und die Kathedrale. War sehr interessant und auch sehr schön. Ihr könnt euch gerne die Fotos ansehen, die ich online gestellt habe. Besonders die Bilder mit dem Blick über Malaga sind sehr schön geworden!!
http://www.facebook.com/album.php?aid=2013823&l=43106&id=1373664470

Joa, heute war wie gesagt nichts aufregendes. Außer der spanisch Kurs. Ich denke mal, dass ist nicht so interessant für euch ;) Immerhin ist das nur Uni. Die Lehrer sind sehr nett und sprechen auch so, dass man es verstehen kann. Die anderen Kommilitonen sind auch alle voll cool drauf. Blöd ist halt nur, dass wir nur Deutsche sind.
Oh und wir haben gleich wieder Aufgaben bekommen. Wir müssen Präsentationen vorbereiten und eine ganze Stunde planen. Auf Spanisch natürlich!! Das wird lustig. Ich werde über den "Dia de los muertos" referieren. Mal gucken was das wird. Ich meine auf Spanisch... :/

Ansonsten... es wird nachts langsam wärmer. Das merkt man sofort. Ich brauche zwar immer noch 3 Decken. Aber man kriegt keinen Schock mehr, wenn man aufsteht morgens. Die Sonne scheint auch mehr. Ich kriege schon Sonnenbrand ;D

hasta luego

Montag, 26. Januar 2009

Nach Einbruch der Dunkelheit...

Die erste Nacht in meinem neuen zu Hause... mmh... schrecklich ist gar kein Ausdruck.
Ersten habe ich gefrohren... und dabei hatte ich schon 2 Jogginghosen, 2 Pullover, Socken und meinen Strickmantel an!! Jaha... die Nächte hier sind sehr kalt im Moment... etwa 5 Grad! Und da hier wie gesagt nix doppeltverglast oder irgendwie isoliert ist... ist es im Zimmer bestimmt 2 Grad. Heute habe ich mir Decken besorgt. Besser ist das.
Zweitens habe ich kaum schafen können. Hier knallt es in einer Tour nachts... und ich möchte nicht wissen was das ist. Teilweise klingt es nach Explosionen - und das ist nicht gelogen. Die Polizei fährt hier auch alle 2 Minuten mit Blaulicht durch. Ja und dann war da noch die Arbeiter die Nachts um 2 anfingen zu arbeiten - wir haben eine Baustelle hinterm Haus.
Drittens ich fühle mich hier net sicher... deswegen war der Schlaf auch nicht tief!

Ja ich kann hier nach Einbruch der Dunkelheit auch nicht raus. Ich war heute lange unterwegs, wegen der Wohnungssuche. Und ich bin gerade heimgekommen, wo es dunkel wurde. Schon unheimlich wer hier so langläuft.

Kommen wir zum positiven Teil des Tages:
Die Uni hat angefangen... ich habe jeden Tag etwa 4 Std Uni. Das ist nicht viel und immer nur ein Fach pro Tag! Morgen werden wir uns die Alcazaba und die Catedrale de Malaga ansehen. Zwei der großen Sehenswürdigkeiten hier. Freue mich schon darauf!

Ja nach der Uni war ich dann auf Wohnungssuche. Ich habe ab dem 2. Feburar eine Wohnung im Zentrum von Malaga. Viel cooler gelegen als diese. Es ist eine Wohngemeinschaft mit ausländischen Studenten. Und natürlich gleich an der Einkaufsstraße gelegen. Also war der Teil auf jedenfall erfolgreich! Ich freu mich schon auf den Umzug!

Also eine Woche noch in Angst leben :P Und dann fängt auch für mich das Leben in Malaga richtig an!

Hasta luego!


P.S: Meine geilste Entdeckung bis jetzt: Ein OREO- Kuchen. (Sieht aus wie ein riesen Oreo - kein Scherz!)

Sonntag, 25. Januar 2009

Umzug

Heute bin ich aus dem Hostel aus- und ans andere Ende der Stadt gezogen. Malaga ist ja eine riesige Stadt. Ich wohne jetzt im Westen. Man teilt die Stadt ins Zentrum, Osten und Westen ein.

Der Osten ist der schönere Teil. Mit wunderschönen Stränden und auch der besseren Umgebung. Das Zentrum ist da wo das Leben sich abspielt. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind dort, sowie die Shoppingmöglichkeiten und die Gastronomie. Ach und mein Unicampus ist dort.
Der Osten... ja hier wird gerade mächtig umgebaut. Und einige Gegenden hier sind auch nicht so empfehlenswert. Und genau in so einer wohne ich.

Die Wohnung an sich ist sehr schön. Gemütlich eingerichtet, drei Schlafzimmer, ein großes Bad mit Badewanne, eine Küche und ein großes Wohn- und Esszimmer. Die Mädels die hier wohnen haben sich alles ziemlich gemütlich hergerichtet. Man fühlt sich sofort zu Hause. Allerdings ist es hier sehr kalt im Moment. Eben keine Doppelverglasung und keine Heizung. Draußen ist es wärmer als hier drin. Naja vielleicht stelle ich noch Fotos online, damit ihr euch mal ein Bild davon machen könnt wie ich im Moment lebe.

Die Gegend um die Wohnung ist nicht so spitze. Ich soll Nachts auf keinen Fall alleine rausgehen. Hat so ein bisschen einen Gettho Charakter finde ich.

Naja, ich werde mich mal auf die Suche nach was anderem begeben. Auf jeden Fall bin ich froh etwas zu haben, wo ich bleiben kann. Es ist ja auch sehr gemütlich und ich kann mich hier Wohlfühlen. Außerdem habe ich Internet. Damit kann ich mich ja erstmal zu frieden geben.

Hasta luego!